Ambulantes Schlafzentrum
Osnabrück

Sprechzeiten
Mo. – Fr.: 08.00 – 12.00 Uhr

Telefonzeiten:
Mo. – Fr.: 08.00 – 12.00 Uhr
Di. / Do.: 14.00 – 17.00 Uhr

Unsere Leistungen im
Schlaflabor

Das ambulante Schlafzentrum Osnabrück wurde bereits 1992 gegründet und befindet sich im Ärztehaus am Finkenhügel 3. 

Wir arbeiten nach den Qualitätskriterien der deutschen Gesellschaft für Schlafmedizin (DGSM) und nehmen regelmäßig an deren Zertifizierungen teil. Zusätzlich sind wir zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2000.

Unser Schlaflabor ist apparativ und personell nach den neuesten Erkenntnissen der Schlafmedizin ausgestattet. Das ambulante Schlafzentrum verfügt über 8 vollständige Messplätze auf höchstem wissenschaftlichen Niveau mit hotelähnlichem Charakter (Einzelzimmer, Dusche, WC, ohne Zuzahlung).

Schlafapnoe ist eine sehr häufige Erkrankung, bei der die Atmung während des Schlafs wiederholt aussetzt oder stark beeinträchtigt ist. Die häufigste Form der Schlafapnoe ist die obstruktive Schlafapnoe (OSA), bei welcher der obere Atemweg bzw. Rachen bei der Einatmung vorübergehend verengt oder sogar ganz verschlossen ist. Wichtige Risikofaktoren für die OSA sind ein anatomisch enger Rachen, Schlaf in Rückenlage, Übergewicht und höheres Lebensalter. Davon abzugrenzen ist die zentrale Schlafapnoe (CSA), bei der es, ebenfalls vorübergehend, zu einem Ausfall des zentralen Atemantriebs kommt. Beide Formen der Schlafapnoe können gemeinsam auftreten. Bei Personen mit unbehandelter Schlafapnoe bestehen oft Durchschlafprobleme, Tagesschläfrigkeit, Konzentrationsstörungen und ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Diagnosesicherung erfolgt meist durch eine Untersuchung im Schlaflabor.

Unterschiedliche Formen der Schlafapnoe werden unterschiedlich behandelt. Bei der OSA haben alle Therapieverfahren die Erweiterung und Stabilisierung des Rachens zum Ziel, was z. B. durch die Positivdrucktherapie („Schlafmaske“) oder eine Unterkiefervorverlagerungsschiene erreicht werden kann. Seltener kommen die Rückenlageverhinderung („positionale Therapie“), operative Eingriffe im Rachenraum oder die Implantation eines Zungenschrittmachers in Frage. Im Fall von Übergewicht stellt die konsequente Gewichtsreduktion eine wichtige Behandlungsmaßnahme dar. Zur Behandlung der zentralen Schlafapnoe kommt neben der Beseitigung möglicher Ursachen (z. B. Medikamente) als Therapie nur eine nächtliche Maskenbeatmung in Frage.

Der Begriff „chronische Insomnie“ bezeichnet anhaltende Schlafstörungen, bei denen es zu regelmäßigen oder häufigen Schwierigkeiten beim Einschlafen, Durchschlafen, Wiedereinschlafen oder zu einem ungewollt frühen Erwachen am Morgen kommt. Häufige Ursachen sind äußere und innere Belastung/Stress, Angstzustände, Depressionen oder auch ungünstige Schlafgewohnheiten. Zudem können viele körperliche Erkrankungen mit Symptomen einhergehen, die den Schlaf empfindlich stören, z. B. Schmerzen, Juckreiz, Muskelkrämpfe, häufiges Wasserlassen u. a.  Eine chronische Insomnie kann zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität führen, da sie sowohl die körperliche als auch die psychische Gesundheit belastet. In der Diagnostik werden sowohl die Schlafhistorie als auch die Schlafgewohnheiten und Lebensumstände der betroffenen Person in den Blick genommen. Bei einem Teil der Betroffenen ist zur genaueren Eingrenzung der schlafstörenden Ursache eine Untersuchung im Schlaflabor sinnvoll.

Eine zielgerichtete Therapie kann zum einen durch die Behandlung oder Beseitigung offensichtlicher schlafstörender Faktoren erfolgen. Zum anderen steht für Personen, die trotz eigentlicher guter Umgebungsbedingungen an einer chronischen Insomnie leiden, mit der kognitiven Verhaltenstherapie eine wirksame Behandlungsmethode zur Verfügung. Anders als vielleicht noch in der öffentlichen Wahrnehmung verankert, spielen Medikamente in der Behandlung der chronischen Insomnie nur eine untergeordnete Rolle und sollten nach Möglichkeit nur vorübergehend und unterstützend eingesetzt werden.

Zirkadiane Rhythmusstörungen entstehen dann, wenn der biologische oder endogene Schlaf-Wach-Rhythmus einer Person – d. h. ihre „innere Uhr“ – mit äußeren Gegebenheiten wie der Tageszeit oder den sozialen Erfordernissen von z. B. Schule oder Berufstätigkeit in Konflikt gerät. Typische Beispiele sind der Jetlag oder das Schichtarbeitersyndrom, aber auch letztlich genetisch bedingte Erkrankungen wie das Syndrom der verzögerten oder vorverlagerten Schlafphase. Alle diese Störungen können zu einer chronisch reduzierten Schlafqualität und -dauer führen, wodurch Stimmung, Leistungsfähigkeit und Gesundheit beeinträchtigt werden. Durch eine möglichst vollständige Beseitigung der auslösenden Ursachen und durch chronotherapeutische Maßnahme wie z. B. Lichttherapie – abends dunkel, morgens hell – kann versucht werden, Abhilfe zu schaffen. Auch die Einnahme von Melatonin am Abend kann bei Bedarf dabei helfen, die Einschlafzeit nach vorne zu verschieben.

Der Begriff „Hypersomnolenz“ bezeichnet das Symptom einer anhaltenden und krankhaften Tagesschläfrigkeit, die nicht durch einen bloßen Mangel an Schlaf oder eine chronische Schlafstörung erklärt werden kann. Wenn keine körperliche oder psychische Erkrankung vorliegt, die den Schlaf beeinträchtigt oder für das abnorm hohe Schlafbedürfnis ursächlich sein könnte, spricht man von zentraler Hypersomnolenz. Die krankhafte Tagesschläfrigkeit ist dann nicht Symptom einer anderen Erkrankung, sondern sie entsteht durch eine Fehlsteuerung des Wechselspiels von Schlafen und Wachen im Gehirn.  Ein Beispiel hierfür ist die Narkolepsie, bei der es sich um eine erworbene (also nicht genetisch bedingte!) Erkrankung handelt, die meist im jüngeren Alter beginnt und durch plötzliches, unkontrolliertes Einschlafen am Tag gekennzeichnet ist. Menschen mit Narkolepsie leiden zudem unter häufigem Erwachen in der Nacht und kurzdauernden Schlaflähmungen oder Halluzinationen in der Einschlafphase oder direkt nach dem Erwachen. Bei vielen Betroffenen treten Kataplexien auf – das sind im Wachzustand auftretende, meist kurze Ereignisse, bei denen durch Lachen, Schreck oder andere Emotionen eine Lähmung von Muskeln ausgelöst wird. Bei einer Kataplexie kann es buchstäblich dazu kommen, dass die Gesichtszüge entgleiten oder die Kinnlade herunterfällt, aber auch zu weichen Knien oder zu einem Sturz. Die Narkolepsie ist eine chronische Erkrankung und gar nicht so selten. Die Therapie umfasst eine Kombination aus Medikamenten und gezielten Verhaltenstrategien, um den Alltag der Betroffenen zu erleichtern.

Zu den schlafbezogenen Bewegungsstörungen gehören das Restless-Legs-Syndrom (RLS), die periodischen Beinbewegungen im Schlaf (PLMS) und die schlafbezogene rhythmische Bewegungsstörung. Bei diesen Erkrankungen wird durch unbewusste und schwer unterdrückbare Bewegungen entweder das Einschlafen verzögert oder der Schlaf immer wieder unterbrochen.

Beim RLS verspüren die Betroffenen einen unangenehmen Bewegungsdrang und Missempfindungen in den Beinen. Die Symptome treten ausschließlich in Ruhe auf, verstärken sich am Abend und in nächtlichen Wachphasen und lassen sich durch willentliche Bewegungen zumindest vorübergehend lindern. Das Einschlafen am Abend und das Wiedereinschlafen nach nächtlichem Erwachen kann dadurch stark gestört sein. Beim RLS können auch die Arme (mit) betroffen sein. Die Diagnose eines RLS erfordert keine Untersuchung im Schlaflabor. Für die Behandlung spielen ein ausgeglichener Eisenhaushalt, das Absetzen evtl. auslösender Medikamente und speziell für das RLS zugelassene Wirkstoff eine Rolle.

Periodische Beinbewegungen im Schlaf hingegen sind nur im Schlaflabor „sichtbar“. Sie werden von Betroffenen nicht direkt wahrgenommen, sondern stellen unwillkürliche Bewegungen im Schlaf dar, die diesen auch unterbrechen können. Allerdings sind PLMS nur selten der einzige (oder wichtigste) Grund für einen gestörten Schlaf, so dass sie in den meisten Fällen nicht spezifisch behandelt werden müssen.

Schlafbezogene rhythmische Bewegungsstörungen sind durch rhythmische Bewegungen großer Muskelgruppen während des Schlafs oder in der Einschlafphase gekennzeichnet. Zu den häufigsten Bewegungsmustern gehören Kopfschlagen („head banging“), Körperschaukeln („body rocking“) und Körperrollen („body rolling“). Diese Störung tritt vorwiegend bei Säuglingen und Kleinkindern auf; ein Fortbestehen bis ins Jugend- oder Erwachsenenalter ist selten.

Parasomnien sind ungewöhnliche Verhaltensweisen oder Erlebnisse während des Schlafs. Für die Einteilung, ursächliche Zuordnung und auch Behandlung der Parasomnien ist entscheidend, aus welchem Schlafstadium heraus die nächtlichen Verhaltensauffälligkeiten auftreten. Man unterscheiden die Non-REM-Parasomnien einerseits von der REM-Parasomnie bzw. der REM-Schlaf-bezogenen Verhaltensstörung andererseits. Zu den Non-REM-Parasomnien gehören Schlafwandeln, verwirrtes Erwachen und der sogenannte Nachtschreck (Pavor nocturnus). Diese Störungen sind im Kindesalter extrem häufig, wachsen sich danach häufig aus, können aber auch noch bei Erwachsenen oft auftreten.  Krankheitswert und Leidensdruck können extrem unterschiedlich sein, je nachdem, wie häufig nächtliche Verhaltensauffälligkeiten auftreten und was genau dabei passiert. Bei manchen Betroffenen ist der Schlaf erheblich gestört; außerdem kann ein Risiko für ernsthafte Verletzungen bestehen. Auslöser für Episoden einer NREM-Parasomnie sind häufig Stress, Schlafmangel, Alkohol oder bestimmte Medikamente.

Die REM-Schlaf-bezogene Verhaltensstörung ist eine neurodegenerative Erkrankung des höheren Lebensalters, bei der heftige Bewegungen, Schlagen und Schreien aus dem REM-Schlaf („Traumschlaf“) heraus auftreten kann.

Besteht der Verdacht auf eine Parasomnie, spielt für die diagnostische Aufarbeitung die Beschreibung der Ereignisse durch den/die Bettpartner/in immer eine zentrale Rolle. Häufig kann aber nur die Untersuchung im Schlaflabor Klarheit darüber schaffen, um welche Parasomnie es sich handelt, ob eine eindeutige Abgrenzung schlafgebundenen epileptischen Anfällen möglich ist, und welche Behandlung in die Wege geleitet werden sollte.

Anmeldung & Kontakt

49076 Osnabrück

Tel: 0541/405 560 200    

Fax: 0541/20079958

Team Schlaflabor

Prof. Dr. Matthias Boentert

Facharzt für Neurologie, Schlafmedizin, Palliativmedizin

Frau Herter                

Medizinische Fachangestellte/ Praxismanagerin

Frau Brese         

Medizinische Fachangestellte

Frau Shabir           

Medizinische Fachangestellte

Frau Butt-Schulz    

Medizinische Fachangestellte/ Nachtwache

Frau Bernard           

Nachtwache 

Frau Ludwig        

Nachtwache

Herr Lange

Ankabler & Auswerter

Herr Draht

Ankabler

Frau Stallmeier

Nachtwache

Herr Jendryschik           

Medizinischer Fachangestellter/ Auswerter

Herr Grannas

Auswerter

Ablauf im Schlaflabor

Sie begeben sich um 21:00 Uhr nach einem ganz normalen Tagesablauf in unser Schlaflabor und werden von unserem Personal am Seiteneingang des Ärztehauses in Empfang genommen. Bitte bringen Sie Ihre gewohnte Schlafkleidung und die persönlichen Hygieneartikel mit.

Um den Schlaf und andere Messgrößen im Schlaflabor zu erfassen, müssen Elektroden auf der Haut befestigt werden. Durch die Registrierungen der Gehirnströme können lediglich bestimmte Schlafstadien und Funktionszustände des Gehirns erfasst werden. Gedanken- oder Trauminhalte können die Ärzte nicht ablesen! Die Befürchtungen mancher Patienten, dass damit Gedankenlesen möglich sei, können damit zerstreut werden.

Da Störungen der Atmung den Schlaf beeinträchtigen, wird diese im Schlaflabor mehrfach überwacht. Während des Schlafes atmet man nicht nur durch die Nase, sondern auch zu etwa 20% der Schlafzeit durch den Mund. Deshalb werden wärmeempfindliche Elemente (Thermistoren) an beide Nasenöffnungen und den Mund geklebt, um die Luftbewegungen zu erfassen.

Zusätzlich werden jeweils zwei Elektroden unterhalb der Kniescheibe seitlich vom Schienbein aufgeklebt, um nächtliche langsame Beinbewegungen zu registrieren. Diese zeitweise auftretenden nächtlichen Muskelkrämpfe (PLM) treten im höheren Lebensalter gehäuft auf und können den Schlaf unterbrechen.

Der Raum im Schlaflabor wird gut abgedunkelt. Der Schlaf wird mittels einer Videokamera überwacht. Die Kamera ist eine Infrarotlichtkamera, so dass der Raum zwar abgedunkelt erscheint, mit der Kamera sieht man aber die Bewegungen des schlafenden Patienten. Ein Mikrophon erfasst die Geräusche im Raum, u. a. das Schnarchen oder das Sprechen während des Schlafes.

Wichtiger Hinweis

Liebe Patient*innen,

aufgrund einer IT-Systemumstellung bleibt das ambulante Schlafzentrum in dem Zeitraum vom 01.04.2026 bis 17.04.2026 und 23.04.2026 bis 01.05.2026 geschlossen. Ihre Mails werden nicht weitergeleitet und ab dem 04.05.26 bearbeitet.

In unserer Abwesenheit können Rezepte (Nur Medikamente) in der Praxis :  

MVZ Klinikum Osnabrück Dr. med. M. Leistler, Lotter Str. 5, 49076 Osnabrück Tel:  0541-404670  bestellt werden. 

Bitte melden Sie sich dort vorab telefonisch an  und informieren sich über die Öffnungszeiten der Praxis.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Ihr Schlaflaborteam