Zu den schlafbezogenen Bewegungsstörungen gehören das Restless-Legs-Syndrom (RLS), die periodischen Beinbewegungen im Schlaf (PLMS) und die schlafbezogene rhythmische Bewegungsstörung. Bei diesen Erkrankungen wird durch unbewusste und schwer unterdrückbare Bewegungen entweder das Einschlafen verzögert oder der Schlaf immer wieder unterbrochen.
Beim RLS verspüren die Betroffenen einen unangenehmen Bewegungsdrang und Missempfindungen in den Beinen. Die Symptome treten ausschließlich in Ruhe auf, verstärken sich am Abend und in nächtlichen Wachphasen und lassen sich durch willentliche Bewegungen zumindest vorübergehend lindern. Das Einschlafen am Abend und das Wiedereinschlafen nach nächtlichem Erwachen kann dadurch stark gestört sein. Beim RLS können auch die Arme (mit) betroffen sein. Die Diagnose eines RLS erfordert keine Untersuchung im Schlaflabor. Für die Behandlung spielen ein ausgeglichener Eisenhaushalt, das Absetzen evtl. auslösender Medikamente und speziell für das RLS zugelassene Wirkstoff eine Rolle.
Periodische Beinbewegungen im Schlaf hingegen sind nur im Schlaflabor „sichtbar“. Sie werden von Betroffenen nicht direkt wahrgenommen, sondern stellen unwillkürliche Bewegungen im Schlaf dar, die diesen auch unterbrechen können. Allerdings sind PLMS nur selten der einzige (oder wichtigste) Grund für einen gestörten Schlaf, so dass sie in den meisten Fällen nicht spezifisch behandelt werden müssen.
Schlafbezogene rhythmische Bewegungsstörungen sind durch rhythmische Bewegungen großer Muskelgruppen während des Schlafs oder in der Einschlafphase gekennzeichnet. Zu den häufigsten Bewegungsmustern gehören Kopfschlagen („head banging“), Körperschaukeln („body rocking“) und Körperrollen („body rolling“). Diese Störung tritt vorwiegend bei Säuglingen und Kleinkindern auf; ein Fortbestehen bis ins Jugend- oder Erwachsenenalter ist selten.